top of page

1. | 8. | 15. | 22. | 29. SEPTEMBER 2026

PRENZLAUERBERGINALE
FILMTHEATER AM FRIEDRICHSHAIN

Jutta Hoffmann und Manfred Krug
10 Jahre Filmfest Prenzlauerberginale
Trailer Prenzlauerberginale#10

 

1. September 2026 | 17.30 Uhr
1. September 2026 | 20.30 Uhr

Schuldner Regie: Volker Koepp, 11 Min., 1971

Das Versteck Regie: Frank Beyer, 98 Min., 1978

Schuldner ist im Auftrag des VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Berlin entstanden und zeigt Mietschuldner im Prenzlauer Berg – und deutet ihr Verhalten ideologisch: „Mietschuldner sind Ausdruck der Gleichgültigkeit gegenüber der Verantwortung für das Ganze und ein Verstoß gegen unsere sozialistische Moral.“ Der Film dient weniger der Beobachtung als der Erziehung – und entwirft das Gegenbild des „gefestigten“ DDR-Bürgers.

 

Das Versteck Ein Jahr nach der Scheidung versucht Max (Manfred Krug), seine Ex-Frau Wanda (Jutta Hoffmann) mit einem Trick zurückzugewinnen – er gibt vor, von der Polizei gesucht zu werden und bittet um Unterschlupf. Wanda spielt zunächst mit, erkennt aber schnell: Ein Neuanfang würde nur die alten Konflikte wiederholen.

Frank Beyers Film verbindet eine präzise beobachtete Beziehungsgeschichte mit leiser Ironie und wird so zur gesellschaftlichen Parabel auf die DDR. Nach der Ausreise von Manfred Krug wurde „Das Versteck“ zunächst zurückgehalten und lief später nur mit wenigen Kopien in ausgewählten Kinos.

Gäste 17.30 Uhr: 

Jutta Hoffmann

Gäste 20.30 Uhr:

Gabriele Denecke

Regieassistentin „Das Versteck“ und spätere Film- und Fernsehregisseurin

Moderation

Knut Elstermann

VSTECK_2_web_retusche.jpg

©DEFA-Stiftung Waltraut Pathenheimer

©DEFA-Stiftung Waltraut Pathenheimer Guenter Sahr

Tragen Sie sich in unseren Newsletter ein, wir geben bei VVK-Start und zum Programm Bescheid.

1Dietrichs_Methode_hochkant_web_final.jpg

©

©Filmuniversität Babelsberg Josephine Links

8. September 2026 | 17.30 Uhr

8. September 2026 | 20.30 Uhr

Dietrichs Methode Regie: Josephine Links, 16 Min., 2008

Red Traffic Lights Regie: Norman Beutel, 35 Min., 1995

Rotweinrock und Lammfellmantel R.: Hannah Metten, Jan Gabbert, 52 Min., 2004

Dietrichs Methode Ein Arbeitsloser. Eine Wahrsagerin. Eine unmögliche Liebe. Wie geht man mit Einsamkeit, Arbeitslosigkeit und unerwiderter Liebe um? Dietrich hat einen ganz eigenen Weg gefunden, der skurril, aktiv und bestechend ehrlich ist. Ein Film über einen Mann, der kaum beachtet wird, und bei dem es doch so viel zu entdecken gibt. 

Red Traffic Lights Der Morgen beginnt für den einen kurz nach acht mit einem Schluck aus der Weinbrandbuddel und dem Rauswurf der Schnapsleiche der letzten Nacht, für den anderen mit dem Erstellen eines privaten Stilllebens. Ein filmischer Ritt durch die Berliner Neunzigerjahre – mit Wissenswertem über das Ei an sich, Blind Dates am Ernst-Thälmann-Denkmal und Lockerungsübungen beim Psychologen. Ein Hauch von Jim Jarmusch im Prenzlauer Berg.

Rotweinrock und Lammfellmantel Seit zwanzig Jahren betreiben Waltraud und Siegfried Köhler ihre kleine Textilreinigung in der Stargarder Straße im Prenzlauer Berg. Für viele Menschen im Kiez ist der Laden weit mehr als ein Ort zur Fleckenentfernung: Hier wird geredet, gelacht und manchmal auch Rat gesucht. Doch mit Ende sechzig steht das Ehepaar vor einem schweren Schritt. Die Reinigung wird geschlossen, der Ruhestand beginnt. Der Film begleitet die beiden in ihren letzten Wochen hinter dem Ladentresen und erzählt von Arbeit, Zusammenhalt und dem Abschied von einer Kiezinstitution, die über viele Jahre zum Alltag vieler Menschen gehörte. Unser Geheimtipp in diesem Jahr!

»Die letzten Wochen einer chemischen Reinigung in Prenzlauer Berg: Was unspektakulär klingt und in fast asketischer Form geschildert wird, ist eine großartige Doku über den Kosmos einer Kiezinstitution ...« Ticket, März 2005

 

Gäste 17.30 Uhr:

Siegfried Köhler

Protagonist des Hauptfilmes, ehemaliger Bahnradfahrer, mehrfacher DDR-Meister, mehrfacher Weltrekordler und Zweiter bei den Olympischen Spielen von Rom 1960 in der Mannschaftsverfolgung

Hannah Metten

Regisseurin Rotweinrock und Lammfellmantel

Jan Gabbert 

Regisseur Rotweinrock und Lammfellmantel

 

Gäste 20.30 Uhr:

Josephine Links

Regisseurin Dietrichs Methode

Dietrich Hausius

Protagonist Dietrichs Methode

Alexander Krohn

Drehbuchautor und Initiator Red Traffic Lights, Sänger und Gitarrist Britannia Theatre

Moderation

Elise Landschek

15. September 2026 | 17.30 Uhr 

15. September 2026 | 20.30 Uhr 

Der A57 Regie: Ekkehard Grandke, 17 Min., 1966

Glück im Hinterhaus Regie: Hermann Zschoche, 100 Min., 1980

Der A57 Ein kurzer Dokumentarfilm aus dem Jahr 1966, entstanden an der damaligen Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg. „Der A 57“ begleitet Fahrer und Schaffner einer Berliner Buslinie durch ihren Arbeitsalltag, gibt Einblicke in eine Arbeitswelt, die es heute nicht mehr gibt und erzählt auf humorige Weise von den beiden Protagonisten und ihren Eigenheiten.

Die Linie A 57 führte quer durch das damalige Ost-Berlin: Von der Kniprodestraße am Filmtheater am Friedrichshain vorbei zum Alexanderplatz, weiter über den Marx-Engels-Platz (Schloßplatz) und Unter den Linden bis zur Charité. 
 

Glück im Hinterhaus Der 40-jährige Bibliotheksleiter Karl Erp (Dieter Mann) führt ein geordnetes Leben mit Ehefrau (Jutta Wachowiak), Kindern und Eigenheim. Als er sich in die deutlich jüngere Bibliothekspraktikantin Fräulein Broder (Ute Lubosch) verliebt, verlässt er seine Familie und zieht zu ihr in eine einfache Hinterhauswohnung. Der Neuanfang erscheint zunächst als Ausbruch aus der Routine des Alltags. Doch schon bald gerät Karl zwischen die Anforderungen des neuen Lebens und die Sicherheit seiner bisherigen Existenz. Schließlich muss er sich entscheiden, welchen Weg er künftig gehen will.

Die Vorlage bildet Günter de Bruyns Roman Buridans Esel von 1968, er verband eine Liebesgeschichte mit einer präzisen Beobachtung des DDR-Alltags und stellte die Frage, wie viel individuelle Freiheit und Selbstbestimmung in einer auf Sicherheit und Anpassung ausgerichteten Gesellschaft möglich sind.

 

Gäste 17.30 Uhr:

Jutta Wachowiak

 

Gäste 20.30 Uhr:

Ute Lubosch

Moderation

Annette Schuhmann

GLUECK_3_hochkant_web_v2.jpg

©DEFA-Stiftung Herbert Kroiss

komm-4-copyright-defa-stiftung-michael-loesche_zuschnitt.jpeg

©Progress

©DEFA-Stiftung Frank Breßler

22. September 2026 | 17.30 Uhr 

22. September 2026 | 20.30 Uhr 

Modekiste Regie: Modekiste, Ausschnitte 1988 und 1989, 15 Min., 1988/89

Komm in den Garten Regie: Heinz Brinkmann/Jochen Wisotzki, 93 Min., 1990

Mode kurz vor dem Ende der DDR – und drei Überlebenskünstler im Sommer 1990. Zwei außergewöhnliche Zeitkapseln aus dem Prenzlauer Berg zwischen spätem DDR-Alltag und Aufbruch in eine vollkommen offene Zukunft.

 

Modekiste Dimitroffstraße, Wasserturm, Zeiss-Großplanetarium: Das populäre DDR-Fernsehmagazin "Modekiste"  präsentierte Mode immer an besonderen Orten. Wir zeigen Ausschnitte aus den Jahren 1988 und 1989 – eine farbenfrohe Zeitreise in die Ästhetik, die Modeideen und die Stadtlandschaft der späten DDR.

Die Schulterpolster sind zurück im Kiez!

Die Sendung gehörte in den 1980er Jahren zu den bekanntesten Modemagazinen des DDR-Fernsehens. Von 1984 bis 1989 wurde sie von Monika Unferferth moderiert.

Während die staatliche Bekleidungsindustrie modischen Trends oft hinterherlief und das Angebot in den Geschäften viele Wünsche offenließ, sollte die Sendung Anregungen für zeitgemäße Kleidung geben und eigene Ideen vermitteln.

 

Komm in den Garten Sommer 1990 im Prenzlauer Berg: Drei Freunde picknicken im ehemaligen Todesstreifen. Während sie von ihrem Leben erzählen, fällt hinter ihnen ein Wachturm, die Grenzanlagen werden abgerissen.

Dieter, Alfred und Michael sind in der DDR auf sehr unterschiedliche Weise angeeckt. Gefängnis, Psychiatrie und zerstörte berufliche Hoffnungen haben Spuren hinterlassen – ihren Eigensinn und ihren Humor aber nicht gebrochen. Heinz Brinkmann und Jochen Wisotzki kommen ihnen ungewöhnlich nahe und erzählen poetisch, komisch und ohne Pathos von Freundschaft, Überleben und einem Land, das gerade verschwindet.

Ein herausragender Dokumentarfilm der unmittelbaren Wendezeit, ausgezeichnet mit der Silbernen Taube der Leipziger Dokumentarfilmwoche.

 

Gäste 17.30 Uhr:

Jakob Mühle

Historiker

 

Gäste 20.30 Uhr:

Grit Thönnissen

Modejournalistin des Tagesspiegels

Moderation

Annette Schuhmann

29. September 2026 | 17.30 Uhr

29. September 2026 | 20.30 Uhr

Wenn jeder tanzen würde, wie er wollte, na! Regie: Winfried Junge, 26 Min., 1972

Rock'n'Roll Regie: Jörg Foth, 20 Min., 1987

Ansichten oder ich weiß nicht, ob es akzeptiert wird Regie: Dietmar Wolf, 19 Min., 1979

Steife Tanzschritte, Ballettdisziplin und Rock’n’Roll im VEB: Drei selten gezeigte Kurzfilme erzählen von Jugend, Arbeit, Liebe und der Freiheit, sich im eigenen Rhythmus zu bewegen. Eine kompakte, mitreißende Zeitreise durch 15 Jahre Ost-Berliner Jugendkultur.

 

Wenn jeder tanzen würde, wie er wollte, na! Gesellschaftstanz oder Diskothek? Steife Formübungen in der Tanzschule treffen auf heiße Beat-Rhythmen im Jugendklub. Winfried Junge stellt 1972 zwei Welten unkommentiert nebeneinander – und zeigt mit viel Humor, wie unterschiedlich Ordnung, Anstand und jugendliche Freiheit verstanden werden können.

Filmwissenschaftler Torsten I. Gareis präsentiert Drehorte in Prenzlauer Berg!

Rock'n'Roll Judy und Dean sind 23, arbeiten im VEB Autotrans und verwandeln sich nach Feierabend in ein Rock’n’Roll-Paar mit Petticoat und Entenschwanz. Am Silvestertag begleitet sie Jörg Foth erst durch ihren Arbeitsalltag und anschließend zu sechs Tanzauftritten in ganz Berlin. Ein wunderbar lockerer Film über Arbeit, Liebe und die Lust, aus dem Alltag auszubrechen.

Ansichten oder ich weiß nicht, ob es akzeptiert wird Die 17-jährige Lony Nathan steht nach sieben Jahren an der Staatlichen Ballettschule vor der Entscheidung über ihr erstes Engagement. Sie liebt den Tanz – möchte aber ebenso unbedingt in Berlin bleiben, bei ihrer Familie und ihrem Freund. Dietmar Wolf begleitet sie in jenen Tagen, in denen sich entscheidet, ob Berufswunsch und privates Glück zusammenpassen. Ein offenes und wirklich berührendes Porträt über Selbstzweifel, Erwartungen und den Beginn eines eigenen Lebens.

 

Gäste 17.30 Uhr:

Dietmar Wolf

Kamera und Regie und

Roland Miethke

Gestaltung Ansichten oder ich weiß nicht, ob es akzeptiert wird

 

Gäste 20.30 Uhr:

Jörg Foth

Regisseur von Rock'n'Roll

Ludwig Rauch

Künstler und Fotograf

Moderation

Elise Landschek

TANZ72_3_hochkant_web.jpg

©Progress

©DEFA-Stiftung Hans Eberhard Leupold

Tragen Sie sich in unseren Newsletter ein, wir benachrichtigen bei VVK-Start und zum Programm.

Die Prenzlauerberginale zeigt seit 2016 Spielfilme, Dokumentationen, Berichte und Musiken mit Bezug zum Prenzlauer Berg. Meist historisch, aus unterschiedlichen Quellen, wie der DEFA-Stiftung, der Filmhochschule Babelsberg, den zahlreichen öffentlich-rechtlichen und staatlichen Archiven, aber auch von kleinen Produktionen und gänzlich privaten Herkünften. Klassiker wie Solo Sunny oder Berlin - Ecke Schönhauser haben wir also ebenso im Programm wie die Übung und dem Abschlussfilm aus der Filmuni und den mit kleinem Budget gedrehten Nachwendefilm. 
 
Wir freuen uns über Hinweise jeglicher Art, wenn Sie einen sonst nirgendwo verzeichneten Filmschatz aus dem Prenzlauer Berg tief eingelagert haben.
Das Filmfest ist eine Produktion vom Geschichtsbüro Müller und wird gefördert vom Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur [BAB].

PRENZLAUERBERGINALE
1. bis 29. September 2026, alle Dienstage im September
immer um 17.30 Uhr und um 20.30 Uhr
Filmtheater am Friedrichshain
Bötzowstraße 1-5
10407 Berlin-Prenzlauer Berg
www.prenzlauerberginale.berlin

 

Unterstützer und Partner der Prenzlauerberginale

© 2024 Geschichtsbüro Müller

bottom of page