top of page

1. | 8. | 15. | 22. | 29. SEPTEMBER 2026

PRENZLAUERBERGINALE
FILMTHEATER AM FRIEDRICHSHAIN

GBM_PB26_Banner_1080x1350Px_September.jpg

Der Kartenvorverkauf startet voraussichtlich am 30. Juli 2026

Tragen Sie sich in unseren Newsletter ein, wir geben bei VVK-Start und zum Programm Bescheid.

FESTIVALSTRAILER - RÜCKBLICK 2025

 

1. September 2026 | 17.30 Uhr VVK beginnt am 30. Juli 2026
1. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 30. Juli 2026

Schuldner Regie: Volker Koepp, 11 Min., 1971

Das Versteck Regie: Frank Beyer, 98 Min., 1978

Schuldner ist im Auftrag des VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Berlin entstanden und zeigt Mietschuldner im Prenzlauer Berg – und deutet ihr Verhalten ideologisch: „Mietschuldner sind Ausdruck der Gleichgültigkeit gegenüber der Verantwortung für das Ganze und ein Verstoß gegen unsere sozialistische Moral.“ Der Film dient weniger der Beobachtung als der Erziehung – und entwirft das Gegenbild des „gefestigten“ DDR-Bürgers.

 

Das Versteck Ein Jahr nach der Scheidung versucht Max (Manfred Krug), seine Ex-Frau Wanda (Jutta Hoffmann) mit einem Trick zurückzugewinnen – er gibt vor, von der Polizei gesucht zu werden und bittet um Unterschlupf. Wanda spielt zunächst mit, erkennt aber schnell: Ein Neuanfang würde nur die alten Konflikte wiederholen.

Frank Beyers Film verbindet eine präzise beobachtete Beziehungsgeschichte mit leiser Ironie und wird so zur gesellschaftlichen Parabel auf die DDR. Nach der Ausreise von Manfred Krug wurde „Das Versteck“ zunächst zurückgehalten und lief später nur mit wenigen Kopien in ausgewählten Kinos.

Gäste 17.30 Uhr: 

Jutta Hoffmann

Gäste 20.30 Uhr:

N.N.

Moderation

Knut Elstermann

VSTECK_2_web_retusche.jpg

©DEFA-Stiftung Waltraut Pathenheimer

1Dietrichs_Methode_hochkant_web_final.jpg

©

8. September 2026 | 17.30 Uhr VVK beginnt am 30. Juli 2026

8. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 30. Juli 2026

Dietrichs Methode Regie: Josephine Links, 16 Min., 2008

Red Traffic Lights Regie: Norman Beutel, 35 Min., 1995

Rotweinrock und Lammfellmantel R.: Hannah Metten, Jan Gabbert, 52 Min., 2004

Dietrichs Methode Ein Arbeitsloser. Eine Wahrsagerin. Eine unmögliche Liebe. Wie geht man mit Einsamkeit, Arbeitslosigkeit und unerwiderter Liebe um? Dietrich hat einen ganz eigenen Weg gefunden, der skurril, aktiv und bestechend ehrlich ist. Ein Film über einen Mann, der kaum beachtet wird, und bei dem es doch so viel zu entdecken gibt. 

Red Traffic Lights Der Morgen beginnt für den einen kurz nach acht mit einem Schluck aus der Weinbrandbuddel und dem Rauswurf der Schnapsleiche der letzten Nacht, für den anderen mit dem Erstellen eines privaten Stilllebens. Ein filmischer Ritt durch die Berliner Neunzigerjahre – mit Wissenswertem über das Ei an sich, Blind Dates am Ernst-Thälmann-Denkmal und Lockerungsübungen beim Psychologen. Ein Hauch von Jim Jarmusch im Prenzlauer Berg.

Rotweinrock und Lammfellmantel Seit zwanzig Jahren betreiben Waltraud und Siegfried Köhler ihre kleine Textilreinigung in der Stargarder Straße im Prenzlauer Berg. Für viele Menschen im Kiez ist der Laden weit mehr als ein Ort zur Fleckenentfernung: Hier wird geredet, gelacht und manchmal auch Rat gesucht. Doch mit Ende sechzig steht das Ehepaar vor einem schweren Schritt. Die Reinigung wird geschlossen, der Ruhestand beginnt. Der Film begleitet die beiden in ihren letzten Wochen hinter dem Ladentresen und erzählt von Arbeit, Zusammenhalt und dem Abschied von einer Kiezinstitution, die über viele Jahre zum Alltag vieler Menschen gehörte. Unser Geheimtipp in diesem Jahr!

»Die letzten Wochen einer chemischen Reinigung in Prenzlauer Berg: Was unspektakulär klingt und in fast asketischer Form geschildert wird, ist eine großartige Doku über den Kosmos einer Kiezinstitution ...« Ticket, März 2005

 

Gäste 20.30 Uhr:

N.N.

N.N.

Moderation

N.N.

15. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 30. Juli 2026

Der A57 Regie: Ekkehard Grandke, 17 Min., 1966

Glück im Hinterhaus Regie: Hermann Zschoche, 100 Min., 1980

Der A57 Ein kurzer Dokumentarfilm aus dem Jahr 1966, entstanden an der damaligen Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg. „Der A 57“ begleitet Fahrer und Schaffner einer Berliner Buslinie durch ihren Arbeitsalltag, gibt Einblicke in eine Arbeitswelt, die es heute nicht mehr gibt und erzählt auf humorige Weise von den beiden Protagonisten und ihren Eigenheiten.

Die Linie A 57 führte quer durch das damalige Ost-Berlin: Von der Kniprodestraße am Filmtheater am Friedrichshain vorbei zum Alexanderplatz, weiter über den Marx-Engels-Platz (Schloßplatz) und Unter den Linden bis zur Charité. 
 

Glück im Hinterhaus Der 40-jährige Bibliotheksleiter Karl Erp (Dieter Mann) führt ein geordnetes Leben mit Ehefrau (Jutta Wachowiak), Kindern und Eigenheim. Als er sich in die deutlich jüngere Bibliothekspraktikantin Fräulein Broder (Ute Lubosch) verliebt, verlässt er seine Familie und zieht zu ihr in eine einfache Hinterhauswohnung. Der Neuanfang erscheint zunächst als Ausbruch aus der Routine des Alltags. Doch schon bald gerät Karl zwischen die Anforderungen des neuen Lebens und die Sicherheit seiner bisherigen Existenz. Schließlich muss er sich entscheiden, welchen Weg er künftig gehen will.

Die Vorlage bildet Günter de Bruyns Roman Buridans Esel von 1968, er verband eine Liebesgeschichte mit einer präzisen Beobachtung des DDR-Alltags und stellte die Frage, wie viel individuelle Freiheit und Selbstbestimmung in einer auf Sicherheit und Anpassung ausgerichteten Gesellschaft möglich sind.

 

Gäste 20.30 Uhr:

N.N.

 

Gäste 20.30 Uhr:

N.N.

Moderation

N.N.

GLUECK_3_hochkant_web_v2.jpg

©Progress

komm-4-copyright-defa-stiftung-michael-loesche_zuschnitt.jpeg

©Progress

22. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 30. Juli 2026

Modekiste Regie: Modekiste, Ausschnitte 1988 und 1989, 15 Min., 1988/89

Komm in den Garten Regie: Heinz Brinkmann/Jochen Wisotzki, 93 Min., 1990

Modekiste Die Sendung gehörte in den 1980er Jahren zu den bekanntesten Modemagazinen des DDR-Fernsehens. Sie präsentierte aktuelle Mode immer an ungewöhnlichen Orten in der DDR. Von 1984 bis 1989 wurde sie von Monika Unferferth moderiert.

Während die staatliche Bekleidungsindustrie modischen Trends oft hinterherlief und das Angebot in den Geschäften viele Wünsche offenließ, sollte die Sendung Anregungen für zeitgemäße Kleidung geben und eigene Ideen vermitteln.

Wir zeigen Ausschnitte aus den Jahren 1988 und 1989, die im Zeiss-Großplanetarium, auf dem Wasserturm und in der U-Bahn-Station Dimitroffstraße entstanden.

 

Komm in den Garten Sommer 1990 im Prenzlauer Berg: Drei Freunde treffen sich am Rande des ehemaligen Todesstreifens, picknicken, sprechen über ihr Leben, währenddessen fällt ein ehemaliger Wachturm, die alten Grenzanlagen werden gerade abgerissen.

Dieter, Maler, verbrachte wegen „Arbeitsscheu“ viele Jahre im Gefängnis. Alfred, zeitweise stellvertretender Chefredakteur, geriet zwischen Aufbegehren und Alkohol immer wieder in Konflikt mit dem System und landete in Psychiatrien und Haft. Michael, der in Moskau Außenwirtschaft studierte, wurde nach politischen Differenzen von der Akademie verwiesen und lebt heute von handwerklichen Gelegenheitsarbeiten.

Der Film ist eine Sozialstudie im Mikrokosmos Prenzlauer Berg der direkten Wendezeit.

 

Gäste 20.30 Uhr:

N.N.

N.N.

Moderation

N.N.

29. September 2026 | 20.30 Uhr VVK beginnt am 30. Juli 2026

Eröffnung Max-Schmeling-Halle Privataufnahmen, 5 Min., Dezember 1996

Wenn jeder so tanzen würde wie er wollte, na! Regie: Winfried Junge, 26 Min., 1972

Rock'n'Roll Regie: Jörg Foth, 20 Min., 1987

Ansichten oder ich weiß nicht, ob es akzeptiert wird Regie: Dietmar Wolf, 19 Min., 1979

Eröffnung Max-Schmeling-Halle Die Aufnahmen zeigen die Eröffnung der Max-Schmeling-Halle im Dezember 1996. Tanzgruppen begleiten die Feierlichkeiten zur Einweihung der neuen Sportarena im Prenzlauer Berg. Die Halle war ursprünglich als Boxarena für die Berliner Olympiabewerbung 2000 geplant. Nachdem Berlin den Zuschlag nicht erhielt, wurde das Konzept zu einer multifunktionalen Sport- und Veranstaltungshalle weiterentwickelt, heute beherbergt die Halle diverse Tanzsäle.

Wenn jeder so tanzen würde wie er wollte, na! Tanzschule oder Diskothek? Winfried Junge stellt den streng reglementierten Gesellschaftstanz junger Berliner den freien Bewegungen zu Beat- und Rockmusik gegenüber. Zwischen Tanzkurs, Abschlussball und Jugendklub entsteht ein spannender Blick auf die Lebenswelt junger Menschen in der DDR. Ohne Kommentar beobachtet der Film unterschiedliche Vorstellungen von Ordnung, Freiheit und persönlichem Ausdruck.

Rock'n'Roll Judy und Dean arbeiten im Berliner VEB Autotrans und teilen eine gemeinsame Leidenschaft: Rock’n’Roll. Am Silvestertag begleitet sie die Kamera durch ihren Arbeitsalltag und anschließend auf eine Tournee zu mehreren Tanzveranstaltungen in Berlin. Zwischen Büro, Betrieb und Tanzfläche entsteht das Porträt eines jungen Paares, für das Musik und Tanz weit mehr sind als ein Hobby – sie prägen den Rhythmus ihres Lebens.

Ansichten oder ich weiß nicht, ob es akzeptiert wird Dezember 1978: Die 17-jährige Ballettschülerin Lony Nathan steht kurz vor dem Abschluss ihrer siebenjährigen Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule in Prenzlauer Berg. Während sie auf die Entscheidung über ihr erstes Engagement wartet, spricht sie offen über Zweifel, Erwartungen, ihre Liebe zum Tanz und den Wunsch, in Berlin zu bleiben. Ein einfühlsames Porträt einer jungen Frau an der Schwelle zwischen Ausbildung, Beruf und Erwachsenwerden.

 

Gäste 20.30 Uhr:

N.N.

N.N.

Moderation

N.N.

TANZ72_3_hochkant_web.jpg

©Progress

Tragen Sie sich in unseren Newsletter ein, wir benachrichtigen bei VVK-Start und zum Programm.

Die Prenzlauerberginale zeigt seit 2016 Spielfilme, Dokumentationen, Berichte und Musiken mit Bezug zum Prenzlauer Berg. Meist historisch, aus unterschiedlichen Quellen, wie der DEFA-Stiftung, der Filmhochschule Babelsberg, den zahlreichen öffentlich-rechtlichen und staatlichen Archiven, aber auch von kleinen Produktionen und gänzlich privaten Herkünften. Klassiker wie Solo Sunny oder Berlin - Ecke Schönhauser haben wir also ebenso im Programm wie den Studentenfilm aus dem 2. Semester. 
 
Wir freuen uns über Hinweise jeglicher Art, wenn Sie einen sonst nirgendwo verzeichneten Filmschatz aus dem Prenzlauer Berg tief eingelagert haben.
Das Filmfest ist eine Produktion vom Geschichtsbüro Müller und wird gefördert vom Berliner Aufarbeitungsbeauftragten [BAB].

Schirmherr der Filmreihe ist Wolfgang Thierse, Prenzlauer Berger seit 1972. Er lässt freundlich grüßen!

PRENZLAUERBERGINALE
1. bis 29. September 2026
20.30 Uhr [bei hoher Nachfrage Doppelvorführung auch um 17.30 Uhr]
Filmtheater am Friedrichshain
Bötzowstraße 1-5
10407 Berlin-Prenzlauer Berg
www.prenzlauerberginale.berlin

 

Sponsorenseite

© 2024 Geschichtsbüro Müller

bottom of page